Übersiedelung in neuen Stützpunkt inkl. Sucheinsatz

Für diesen Sa 09.09.17 war die große Übersiedelung unseres Stützpunktes geplant…viele Mitglieder haben sich schon um 08 Uhr in der alten OS getroffen und waren mitten in den Arbeiten als wir plötzlich kurz vor 10 Uhr zu einen Sucheinsatz alarmiert wurden!

Mit einem Samstag ohne Einsatz, um in Ruhe zu übersiedeln, haben wir wirklich nicht gerechnet, aber nun war es ein Sucheinsatz, bei diesen Einsätzen benötigen wir immer viel Personal.
Also teilten wir uns auf. Etwas mehr Konzentration brauchte es schon mitten zwischen zwei Ortsstellen in den Einsatz zu gehen aber wir waren zügig im neuen Einsatzzentrum in Kematen um uns mit den anderen Einsatzorganisationen abzustimmen.
Der gesuchte Einheimische war seit dem Vortag abgängig, als Orientierung hatten wir den letzten Handymasten in den sein Handy eingeloggt war, leider war das Handy nun nichtmehr lokalisierbar. Das Suchgebiet erstreckte sich über eine große Fläche zwischen Völs, Kematen, Oberperfuß und Ranggen. Daher baten wir um Unterstützung durch unsere Nachbarortsstelle Flaurling und vier Hundeführer der Bergrettung Tirol.

Nach einer ersten erfolglosen Suchrunde über Wege, Steige und Stollen im unteren Bereich der Mellach und der Talhänge fanden wir uns wieder im Einsatzzentrum zusammen. Das Suchgebiet wurde gemeinsam von Polizei, Feuerwehr und Bergrettung mit Unterstützung unserer Such App „LISA“ abgesucht. Wir mussten das Suchgebiet nun vergrößern und planten auch weiter taleinwärts in das Sellrain zu suchen. Eine Mannschaft aus Feuerwehrmännern und Bergrettern fuhr durch die Wurmtalgalerie als einem unserer Hundeführer ein gelber Fleck unter dem Wasser auf dem gegenüberliegenden Ufer auffiel – es war eine Person unter Wasser.

Die Stelle war Aufgrund der Galerie für die Bergung nicht ganz einfach. Für eine Bergung mit Drehleiterkorb war zu wenig Platz und der Fundort lag genau unter zwei Hochspannungsleitungen, somit war auch keine Taubergung mit dem Hubschrauber möglich. Wir konnten die Bergung mithilfe eines Kranes der Feuerwehr Zirl und mit Unterstützung durch zwei Retter der Wasserrettung Innsbruck schnell und sicher durchführen. Drei Organisationen Hand in Hand und der „ganzheitliche“ Bergretter in Schwimmweste an einem Kran statt an einem Seil.

Auch wenn so ein Fund Gewissheit bringt und eine sehr belastende Phase der Ungewissheit beendet ist es immer ein Moment der Trauer und Enttäuschung Menschen nur noch tot finden zu können. Unser tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen und Freunden des Gefundenen!

Die Einsatzmannschaft rückte wieder in die neue Ortsstelle ein und konnte so den ersten Einsatz, vom neuen Stützpunkt aus organisiert, verbuchen. Im Anschluss wurden die „letzten“ Arbeiten erledigt und man konnte einen sehr arbeitsintensiven Tag beenden. (Matthis & bb)