Die Bergrettung Innsbruck stellte bei den 1. Olympischen Jugend-Winterspielen den Bergrettungsdienst rund um die Landeshauptstadt!
Von 12.01. bis 22.01. fanden in Innsbruck und Umgebung die ersten Youth Olympic Games (YOG) im Winter statt. Das Internationale Olympische Komitee möchte mit diesen Spielen den Nachwuchssportlern von 15 bis 18 Jahren in allen Olympischen Disziplinen einen Wettkampf unter Gleichaltrigen bieten. Die Bergrettung Innsbruck war für 3 der 5 „Draussen-Venues“ zuständig.
Die verschiedenen Sportarten auf an den verschiedenen Venues (=Veranstaltungsorten) verlangten viel Können und Einsatz von der Ortsstelle Innsbruck.
Jeden Tag waren 2 Bergretter auf der Seegrube im Einsatz. Im Herz des Skigebiets Nordkette wurden zwar keine Wettbewerbe abgehalten aber hier wurde ein Teil des großen Rahmenprogramms für Athleten und Gäste durchgeführt.
Ebenfalls jeden Tag waren zwei Bergretter auf der Bobbahn in Igls im Einsatz. Diesen Dienst leistet die Bergrettung Innsbruck schon seit vielen Jahren und gehört mittlerer weile zum festen Bestandteil bei jedem Training und jedem Rennen auf der Bobbahn. Die Bergretter sind hier für die medizinische Erstversorgung und Rettung der Athleten aus dem Eiskanal zuständig, kümmern sich anschließend aber auch um die Bergung des Sportgeräts. Beides sind fordernde Tätigleiten die einiges an Erfahrung verlangen.
Die meisten Stunden verbrachten wir auf dem Patscherkofel. Auf der Olympiaabfahrt von 1964 und 1976 wurden diesmal alle FIS Bewerbe der Jugend, Slalom, Riesenslalom und Super G gefahren. Das hieß für uns für 9 Tage mit bis zu 4 Akjagruppen und einem Notarztteam auf Skiern am schattigen und kalten Patscherkofel stehen. Verletzte Rennläufer wurden auf der Rennstrecke erstversorgt und dann mit dem Akja direkt im Medical Center, einer Sanitätsstation in Containern, an das Rote Kreuz übergeben. Das Akjafahren auf den vereisten Rennpisten ist besonders anspruchsvoll und benötigt Bergretter mit ausreichender Pistenrettungserfahrung. In Sachen Geschwindigkeit und schonendem Transport gibt es aber, außer dem Hubschrauber, keine Bessere Lösung als diese schon fast 70 Jahre alte Technik.
Für die Bergrettung Innsbruck war dies der größte geplante Einsatz seit der letzten Olympiade. Diese Leistung war nur möglich durch die hohe Anzahl an gut ausgebildeten Bergrettern in der Ortsstelle die ohne Rücksicht ihre Freizeit in die Jugend Winterolympiade investiert haben. Ein Herzliches Dankeschön an alle, die diesen Dienst ermöglicht haben und die Ortsstelle so gut nach außen vertreten haben!
Neben dem Personal war auch eine sehr große Menge an Material nötig. Zusätzlich zu den eigenen Diensten übernahm die OS Innsbruck auch das Materialmanagement der beteiligten Ortsstellen auf den anderen beiden „Draussen“-Venues Seefeld und Kühtai. Die große Menge an Material zur Verfügung zu haben war nur durch die Unterstützung der Stadt Innsbruck und Hilfestellungen durch unsere Partnerfirmen Tyromont und Fairrescue möglich. Danke dafür!
Schon während den Veranstaltungen und danach bekamen wir sehr viel Anerkennung und Dank für unsere geleisteten Dienste und unsere professionelle Arbeit. Diese gute Arbeit durch uns ist möglich weil sich unsere ehrenamtlichen Einsatzkräfte freiwillig aus- und fortbilden und ein erfahrenes Team der Ortsstelle Innsbruck und innerhalb der Bergrettung Tirol für eine sehr gute Ausbildung sorgt. Nachdem wir uns nun etwas von den Diensten erholt haben freuen wir uns auf die künftigen Aufgaben und Herausforderungen.
Facts:
Venues/Veranstaltungsorte: Innsbruck, Seefeld und Küthai
Dadurch sind insgesamt 7 Ortsstellen der Bergrettung Tirol involviert.