Lawinenübung mit dem Lawinenzug der Feuerwehr Innsbruck

Innsbruck verfügt nicht nur über die Bergrettung mit der Ortsstelle Innsbruck, sondern auch über einen Lawinenzug der freiwilligen Feuerwehr. Mit diesem Lawinenzug durften wir heute gemeinsam auf der Seegrube eine Einsatzübung durchführen.

Die Übungsannahme lautete: drei verschüttete Personen in einer Lawine aus der Karrinne, im Stauraum hinter der Bergstation Seegrube. Eine Person ist mit Lawinenverschüttetensuchgerät ausgerüstet, die anderen beiden nicht. Gestern wurden dafür zwei Puppen vergraben, und heute Vormittag durfte auch noch ein Bergretter in einem Schneeloch verschwinden.

Wir starteten die Einsatzübung mit einer Alarmierung auf der Hungerburg. Auf der Seegrube galt es, die Lage einzuschätzen und die Teams einzuteilen. Ein LVS-Team startete voraus, währenddessen konnte ein Materialplatz eingerichtet werden. Sanitäter machten sich auf den Anmarsch, während bereits ein Hundeführer auf den angenommenen Lawinenkegel gebracht werden konnte.

Ein „Opfer“ wurde mittels LVS-Suche gefunden, das zweite gleich darauf vom Hund. Nun galt es gleichzeitig deren Versorgung sicherzustellen, während ein Warnposten Position bezog und eine Sondierkette aufgebaut wurde. Kurz darauf fand der Lawinenhund auch noch das dritte „Opfer“, weshalb bald der Abtransport organisiert werden konnte. Intermittierende Reanimation konnte bis zum Dreierstützenlift geübt werden, während das verletzte Knie des zweiten Opfers medizinisch versorgt wurde. Schließlich wurden auch noch eine abschließende weitere LVS-Suche und eine Suche mittels Recco durchgeführt.

Lehrreich war die Einsatzübung für uns insbesondere was die Kommunikation angeht; so war die Kommunikation über Funk im Trunk-Modus schwierig, weshalb auf Direktmodus umgeschaltet werden musste. Die Organisation des Materialtransports gestaltete sich aufwändiger als erwartet, und es zeigte sich deutlich, dass das Auffinden der einzelnen Hilfsmittel immer wieder Schulung benötigt. Alle TeilnehmerInnen waren äußerst motiviert und diszipliniert, und so konnte die Übung nur 1.45 Stunden nach dem angenommenen Einsatzbeginn auf der Hungerburg wieder beendet werden. Ein Danke an alle Beteiligten für Vorbereitung und Durchführung sowie der Nordkettenbahn für deren Unterstützung! (gebi)