Ein weihnachtlicher Blick aufs Bergrettungs-Jahr

Gestern durfte wir als Ortsstelle Innsbruck unsere jährliche Weihnachtsfeier beim Isserwirt in Lans abhalten. Dort wurden wir wie gewohnt hervorragend verköstigt. Unsere Weihnachtsfeier sollte sich aber nicht nur um das Essen drehen, sondern auch um einen Blick zurück. Mit einer kleinen Andacht stimmte uns unser Ortsstellen-Pater Georg Fischer auf das Weihnachtsfest ein. Wir gedachten dabei auch jener Menschen, die wir im vergangenen Jahr nicht mehr lebend retten konnten. Das waren im ablaufenden Jahr leider doch einige, wie man in der Rückschau feststellen muss – Menschen, die ihr Leben in der einen oder anderen Weise am Berg lassen mussten. Wir gedachten auch der Schicksalsschläge, die Bergrettung-Mitglieder im vergangenen Jahr erfahren hatten. Mit einer kleinen Lesung aus dem druckfrisch erschienenen Buch “Ehrensache Leben retten”, der Chronik der Bergrettung Tirol von Walter Spitzenstätter, die anlässlich 70 Jahre Bergrettung Tirol nun in den Buchläden erhältlich ist gedachten wir auch Hannes Schmidhuber, dem Mitglieder Bergrettung Innsbruck, der 1953 bei einem Einsatz in den Kalkkögeln nicht mehr lebendig zurückkam.

Ehrenmitglied Adi Schwarz bekommt das Buch “Ehrensache Leben retten”

Auch Ehrenmitglied Kurt Pittracher erhält ein Buch.

Zum Glück durften wir aber auch auf erfreuliche Ereignisse im Jahr zurückblicken: so feierten wir zum ersten Mal ausgiebig das Grüne Kreuz für Bruno Berloffa, das dieser für Rettung aus Bergnot erhalten hatte. Wir konnten uns auch über Mitteilungen von Geretteten freuen, die diese der Bergrettung Innsbruck geschrieben hatten. Und schlussendlich durften wir auch ganz offiziell zwei Mitglieder als Bergretter aufnehmen, die ihre Grundausbildung im vergangenen Jahr abgeschlossen haben: Lukas Oblasser und Samuel Lesky.

Es wäre übrigens nicht die Bergrettung, wenn nicht selbst während der Weihnachtsfeier eine Einsatzmöglichkeit gegeben gewesen wäre: Aus dem Stubai wurden die Bergrettung-Ärzte angefordert. Ein Rückruf bei der Leitstelle Tirol durch unseren Ortsstellenarzt Matthias Haselbacher ergab, dass bereits ausreichend viele Bergrettungsärzte zur Verfügung standen. Für rege Diskussionen sorgte auch ein Einsatz der Bergrettung Axams vor wenigen Tagen unterhalb der Schneiderspitze. Bei einem Lawinenabgang war auch der Innsbrucker Hundeführer Valentin Schiessendoppler in die Lizum geflogen worden. Von einem weiteren Hundeführer konnte bei diesem Einsatz ein Vollverschütteter ohne Lawinenverschüttetensuchgerät erfolgreich und unverletzt gefunden werden. Ein zweiter Geburtstag für ihn und seien beim Lawinenabgang verletzten Begleiter! (gebi)

Ausbildungsleiter Gebi Mair (l) und Ortsstellenleiter Bruno Berloffa (r) freuen sich darüber, Lukas Oblasser und Samuel Lesky offiziell als Bergretter in die Ortsstelle Innsbruck aufnehmen zu können.

Gedanken unseres Ehrenmitglieds Schwarz Adi

Das Buch “Ehrensache Leben retten” von Walter Spitzenstätter ist im Verlag Tyrolia erschienen und online auch hier erhältlich.